Madeira

Es gibt diese Monate, März zum Beispiel oder November, die so ungemütlich sind, dass man kaum etwas Gutes an ihnen findet. Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes, es ist kalt, nass und dunkel. Im März ist noch nicht so richtig Frühling, im November haben Winter und Weihnachtszeit noch nicht richtig angefangen, der goldene Oktober ist aber auch vorbei.

Eine großartige Sache haben diese Monate aber an sich: Es könnte nicht schöner sein, genau jetzt in den Urlaub zu fahren. Vor einiger Zeit habe ich das Nebensaisonreisen für mich entdeckt, denn es ist mehr als magisch, die Sonne auf der Haut zu spüren, wenn daheim gerade die Nasskälte herrscht. Noch dazu gibt es zur Nebensaison das, was ich am liebsten mag: angenehme Temperaturen und leere Hotels. Vor ein paar Wochen fand mein Freund also günstige Flüge auf eine Insel, die ich nur dunkel im Hinterkopf hatte, die sich nun aber als absolutes Traumziel herausgestellt hat: Madeira.

Die portugiesische Insel liegt ganze 900 Kilometer von Portugal entfernt, auf der Höhe von Marrakesch irgendwo im Atlantik – und zwar genau im Golfstrom. Deshalb liegen die Temperaturen hier das ganze Jahr über bei 20 bis 25 Grad, und durch ständige kleine Regenschauer grünt und blüht es an jeder Ecke der Insel. Nie habe ich so viele wunderschöne Blumen auf einem Haufen gesehen und so absurde Früchte gegessen: Pfirsichmaracuja, Bananenmaracuja, Cherimoya, grüne Madeirabananen oder gelbe Drachenfrüchte. Die Architektur in der Hauptstadt Funchal erinnert an die Karibik und britischen Kolonialgeist, und vor der Küste kann man bis zu zehn verschiedene Walarten beobachten (zum Beispiel Pilotwale, die wir vom Katamaran aus gesehen haben)…

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