Influencer-Marketing oder schon klassische Werbung?

Wer ist eigentlich dieser Influencer? Und was sollte sich bestenfalls hinter Influencer-Marketing verbergen?

Fab4mag Influencer-Marketing Werbung

Influenza? Nee, Influencer! Der Witz hat langsam schon einen Bart, denn ihn gibt es, seit das erste Mal der Begriff Influencer aufgetaucht ist. Und zur selben Zeit sprachen auch schon alle von Influencer-Marketing. Aber was ist das eigentlich genau?

Ich würde mich selbst nicht in erster Linie als Influencer bezeichnen. Allerdings falle ich wohl auch irgendwie darunter. Denn als Online-Redakteur und Blogger hat man ja schon einen gewissen Einfluss auf seine Leser. Und genau darum geht es ja bei einem Influencer – „to influence“ heißt ja schließlich nichts anderes, als jemanden zu beeinflussen. Aktuell sind damit aber oft Instagram-Stars und YouTuber gemeint. Die Follower werden vom Lifestyle der Influencer in ihrer Kaufentscheidung beeinflusst. Auf dem Blog etwa vergleichbar, wenn ich eine Sonnencreme empfehle, die ich besonders gut finde. Beeinflusst eventuell das Pre-Urlaubs-Shopping eines Lesers.

Influencer bewerben Produkte authentisch

Den Einfluss der Influencer wollen jetzt auch immer mehr Marken nutzen. Schließlich kommt es doch viel authentischer rüber, wenn eine bekannte YouTuberin eine Mascara empfiehlt, als wenn vor dem YouTube-Video eine Banner-Werbung durchläuft. Authentizität ist hier das Wichtigste. Die darf man sich als Influencer allerdings nicht durch unüberlegte und unpassende Kooperationen kaputt machen. Wenn das Produkt aber zum Influencer passt, dann profitieren alle davon.

Attention please! Influencer-Marketing ist keine klassische Werbung

Marketing steht für Werbung. Die wird jetzt beim Influencer-Marketing aber neu erfunden. Schließlich – jaja schon wieder dieses Wort – muss die Authentizität gewahrt werden. Einen Instagram-Star, der einfach ein Produkt in die Kamera hält und das Foto dann mit einer vom Kunden angelieferten Bildunterschrift versieht? Da kann ich mir ja gleich die TV-Werbung bei GZSZ anschauen…

Ich finde drei Dinge am wichtigsten. 1. Das beworbene Produkt muss wirklich zum Influencer passen (ja, wirklich! Nicht beide Augen zudrücken), 2. Es muss im Stil des Influencers eingebunden werden und 3. Es darf die Person nicht überdecken. Was ich damit meine? Wenn ein YouTuber dafür bekannt ist witzige, kurze Clips zu drehen, dann muss auch die Kooperation darauf abzielen. Ein seriöser zehnminütiger Werbe-Clip. Unauthentisch und deshalb nicht so wirksam.

Außerdem ist doch gerade das Besondere, dass man als Influencer in seiner Sprache zu seinen Lesern spricht. Für meinen Blog einen vorgefertigten Werbetext zu posten? No way.

Und genau so wenig wie bei mir, will ich schnöde Werbung auf Instagram oder YouTube sehen. Macht vielleicht mehr Arbeit, aber dafür auch viel mehr Sinn.

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