Will ich wirklich ein #Girlboss sein?

Girlboss – eines dieser Wörter, die wir gerade nur all zu gern benutzen. Aber wollen wir wirklich ein Girlboss sein?

Theoretisch bin ich schon längere Zeit digitaler Girlboss und jetzt seit ich mich selbständig gemacht habe ja sowieso, aber mich selbst so bezeichnet, das habe ich eigentlich nie. Jetzt lese ich dieses Wort als Hashtag aber wieder öfter und frage mich: Was eigentlich Stärke symbolisieren sollte, macht uns selbst doch viel zu klein, oder?

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In der Arbeitswelt (und sonst auch nur, wenn mir ein „Haaach” bei einem Katzen-Baby-Video rausrutscht), bin ich nämlich nicht „Girl”, sondern „Woman”. Und das ist doch auch genau das, worauf der Begriff abzielt: Frauen, die in der Arbeitswelt „ihr Ding machen” und damit erfolgreich sind. Starke Frauen, erfolgreiche Frauen, selbstbewusste Frauen – keine Girls.

Sich gegenseitig dabei in einer – doch noch oft männerdominierten Welt – zu unterstützen, finde ich super. Allerdings verfehlt für mich dieser Begriff dabei seine Wirkung. Klingt eher nach Junggesellinnenabschieden mit pink bedruckten T-Shirts und nicht nach Existenzgründungen und Karriere. Sich als Girlboss bezeichnen und dabei ernst genommen werden? Da rutscht mir doch ein für Thomas Hayo typisches „Common” heraus…

Full article on:  Sue Loves NYC